Call for Papers: „Borders and Boundaries“ – IARPT Annual Conference, June 12-15, 2023 · Katholische Akademie Berlin Borders and Boundaries

The Institute for American Religious and Philosophical Thought (IARPT) is pleased to announce its 2023 international meeting, which will be held at the Katholische Akademie in Berlin on June 12-15 2023. The theme of the meeting is borders and boundaries. Keynote and plenary speakers include Sigurd Bergmann, Anne-Laure Amilhat Szary, Terrence Deacon, John Thatamanil, Robert Yelle, Marcia Pally, Matthew Bagger, and Randall Auxier.

As sites of power manifested, borders and boundaries characterize some of the prevailing
developments of our time, encompassing families separated, hope and hopelessness, and the limits of civil and political order. Christian Parenti has written that “the border becomes a text from which to read the future—or a version of it” (2011). This conference theme finds inspiration in Parenti’s metaphor, both by recognizing a radical openness to the present situation and insisting on the capacity of theology, philosophy, ethics, and other associated disciplines to rewrite better outcomes and mitigate those that are catastrophic.

For more information on the theme of the meeting and potential topics, please see the Call for Papers.

Proposals should contain a descriptive title and a brief (no more than 500 words) but informative and readable description of the paper to be presented. Proposals should also include a brief (150-word) biographical sketch of their authors. Proposals should envision paper readings of approximately twenty minutes followed by moderated questions from the audience. All proposals should be sent in Word/PDF format to the program chairs: Gary Slater (garyslater@uni-muenster.de) and Lisa Landoe Hedrick (landoe@uchicago.edu). The deadline for submissions is February 15, 2023. Potential funding for travel and lodging is available in the form of the W. Creighton Peden Scholarship; please visit www.iarpt.org for more information, and please indicate your interest in this option upon the submission of your proposal. Responses to paper proposals can be expected by March 15, 2023.

„Zwischen Arten. Multispecies Relations in Philosophical and Religious Hermeneutics“: Vierte Tagung des German Pragmatism Network (GerPragNet), 24.-26. September 2026, Hamburg [Call for Papers]

Vor dem Hintergrund eines verstärkten, kriseninduzierten Bewusstseins für die ökologischen Dimensionen menschlichen Daseins zielt die Tagung darauf, neue Perspektiven auf die Verhältnisse zwischen unterschiedlichen Lebewesen zu gewinnen. Sie widmet sich damit einer „ökologischen“ Themenstellung im weitesten Sinn, nämlich dem oikos, in dem und durch den Leben möglich ist.

Es ist keine neue Einsicht, dass klassische Dichotomien wie die von „Natur-Kultur“ oder von
„Körper-Geist“ nicht nur in epistemischen Hinsichten zu zahlreichen Problemen führen; es ist jedoch von aktueller Signifikanz, dass sie erhebliche Konsequenzen für das Handeln in der Umwelt haben. Einerseits geraten diese Dichotomien, insbesondere wenn sie als Dualismen auftreten, immer wieder in die Kritik, andererseits lässt sich beobachten, dass sich Varianten dieser Dichotomien (NaturTechnik, ökologisch-sozial, Wildnis-Zivilisation, Mensch-Tier usf.) im öffentlichen Bewusstsein als bemerkenswert widerständig erweisen. Sie scheinen sich also in ihren Varianten zu überleben, ohne dadurch sachlich an Legitimität zu gewinnen.

Neben der begrifflich grundlegenden Arbeit an diesen klassischen Problembeständen lohnt es sich, den Zwischenraum konkreter Beziehungen zu studieren. Dabei stehen weniger Abstrakta wie „Tier“ oder „Natur“ im Zentrum, sondern das, was zwischen Arten geschieht, also die Diversität konkreter Beziehungsarten, die die Interaktion mit anderen Lebewesen strukturieren. Sei es mit Blick auf konkrete Tierindividuen, -arten oder -gruppen oder auch auf konkrete Ökosysteme, Pflanzen oder andere „Spezies“.

Die Bearbeitung dieser weitgefächerten Thematik soll auf der Tagung insbesondere aus
pragmatistischen und phänomenologischen Perspektiven vorgenommen werden. Im Hintergrund steht dabei die Überzeugung, dass trotz ihrer Unterschiedlichkeit beide Denkrichtungen wichtige Instrumente bereitstellen, um neue Impulse für eine alte Debatte zu liefern. Man denke etwa an die Stoßrichtungen in der jeweiligen Zurückweisung des Cartesianismus. Sie bieten jedenfalls einen guten Ausgangspunkt, um ein verflochtenes Verständnis menschlichen Lebens in Beziehung zu anderen species zu gewinnen. Und darin besteht letztlich eine wichtige Voraussetzung für eine zeitgemäße Ethik, die nicht einem top-down-Modell ethischer Rationalität verhaftet bleiben möchte, sondern sich der kontextsensiblen Arbeit eines bottom-up-Modells verpflichtet weiß. Die Tagung will einen Beitrag zur Klärung dieser Voraussetzung erbringen

Als Keynotespeaker konnten Corine Pelluchon (Paris), Mara-Daria Cojocaru (München) und Eva Meijer (Amsterdam) gewonnen werden. Organisiert wird die Tagung von Christoph Seibert. Interessierte sind herzlich eingeladen, mit einem Vortrag zur Gestaltung der Tagung beizutragen. Schicken Sie hierzu bis zum 15. April 2026 eine Vortragsskizze (ca. 3000 Zeichen) sowie eine Kurzvita auf Deutsch oder Englisch an christoph.seibert@uni-hamburg.de und michel.steinfeld@unihamburg.de.