Publications


Coming soon
Sölch, D. & Kann, C.(2022). Whitehead und Russell: Perspektiven, Konvergenzen, Dissonanzen. Freiburg: Karl Alber.

Bis vor kurzem wurden die Namen Alfred North Whitehead und Bertrand Russell zumeist in einem Atemzug genannt. Im Anschluss an die gemeinsam verfassten Principia Mathematica gingen beide Philosophen jedoch dezidiert eigene Wege, die der vorliegende Band nachzuzeichnen versucht und dabei gezielt auf die Gemeinsamkeiten und Differenzen der beiden Klassiker der angelsächsischen Philosophie eingeht.

Cojocaru, M. (2022). Passionate Animals. Emotions, Animal Ethics, and Moral Pragmatics. Lanham: Rowan & Littlefield.

This book draws on the theoretical achievements made in ethics, political philosophy, and human-animal studies, addressing the problem that these advancements have not resulted in practical change toward significantly improved human-animal-relations. Mara-Daria Cojocaru argues that this gap between theory and action can close only if humans live up to the task of becoming passionate animals themselves—and passionate about animals as well. In the tradition of philosophical pragmatism and with reference to congenial thinkers like Mary Midgley, Cojocaru develops a moral pragmatics that highlights the role of emotions in moral and political life and focuses on the institutions necessary to make tangible progress on the problems posed by animal experimentation and factory farming.

Reviews

Jung, M. (Ed.) (2022): William James – The Will to Believe / Der Wille zum Glauben. Stuttgart: Reclam.

William James (1842–1910), einer der Begründer des amerikanischen Pragmatismus, behandelt in seinem Text zwei miteinander verbundene Fragen: Welche moralische Haltung sollen wir einnehmen, um zu Überzeugungen zu gelangen, insbesondere dann, wenn wir keine gesicherte Grundlage haben? Die zweite, speziellere Frage lautet, ob wir das Recht oder sogar die Pflicht haben, in religiös-weltanschaulichen Zusammenhängen handlungsleitende Überzeugungen auszubilden, auch wenn es für diese keine ausreichenden Evidenzen gibt. Oder anders ausgedrückt: Wie lassen sich Glauben und Wissenschaft miteinander vereinen?
Ein Anhang rekonstruiert, wie in der Reihe Great Papers Philosophie üblich, den Argumentationsgang des Texts und zeichnet dessen Wirkung bis heute nach.

Müller, M. (Ed.) (2022). Handbuch Richard Rorty. Heidelberg: Springer.

Richard Rorty (1931 – 2007) ist einer der wichtigsten amerikanischen Philosophen der Gegenwart, der die analytische Philosophie sowohl geprägt als auch maßgeblich zu ihrer Kritik beigetragen und damit die Wiederentdeckung des Pragmatismus vorangetrieben hat. In diesem Handbuch werden alle wichtigen Aspekte seines Lebens und seiner philosophischen Arbeit dargestellt und einer wissenschaftlichen Diskussion unterzogen.

Latest Books

Cojocaru, M. (2021). Menschen und andere Tiere. Pläydoyer für eine leidenschaftliche Ethik. Darmstadt: wbg.

  Wenn Massentierhaltung ethisch nicht vertretbar ist – warum halten wir noch daran fest?

Die Veröffentlichungen zu Tierschutz und Tierwohl sind in den vergangenen Jahrzehnten sprunghaft angestiegen. Prinzipiell scheinen sich Autor:innen, Politik und Konsument:innen einig zu sein: nicht artgerechte Tierhaltung und Tierversuche stellen Probleme dar, die es zu lösen gilt. Die Praxis sieht aber oft ganz anders aus. Dr. Mara-Daria Cojocaru betrachtet dieses komplexe Thema aus Sicht der pragmatischen Philosophie und analysiert die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit kenntnisreich:

  • Leidenschaftliches Denken: Die zentrale Bedeutung von Empfindungen für ein gemeinsames Werteverständnis
  • Welche Rolle spielen Tierliebe und Emotionen in der Mensch-Tier-Beziehung?
  • Überlegungen zur politischen Wende in der Tierethik: Mehrebenen-Tierpolitik als Lösung?
  • Zweifel am System: Erfahrungen aus der Tierversuchskommission
  • Warum Einzelentscheidungen tugendhafter Konsumbürger:innen nicht ausreichen

Tierwohl – genügt die eigene Überzeugung oder braucht es ein Gesetz?

In Diskussionen äußern sich die Wenigsten gegen den Tierschutz – selbstverständlich ist es ein allgemeines Anliegen, Tieren die bestmöglichen Lebensumstände zu bieten. Im gelebten Alltag scheitern die gleichen Menschen aber oft schon am Supermarktregal. Nicht jeder ist bereit, ständig das Für und Wider von Kaufentscheidungen abzuwägen. Welche Rolle die Politik spielen sollte, um ethischen Konsum im Sinne des Tierwohls zu ermöglichen, präsentiert Frau Dr. Cojocaru in ausführlichen Gedankenexperimenten.

Gefühle und Ethik im Kampf für Tierrechte: Ein leidenschaftliches Buch, das nachdenklich macht und Emotionen mit philosophischem Diskurs verbindet!

Sölch, D. & Ritter, B. (Eds.) (2021). Wittgenstein und die Philosophiegeschichte. Freiburg: Herder.

  Wie kaum ein Philosoph in akademischen Amt und Würden zuvor hat Ludwig Wittgenstein damit kokettiert, sich in der Geschichte seines eigenen Faches nur rudimentär auszukennen. Diese ironische Selbstcharakterisierung hat, ebenso wie Wittgensteins scheinbar ahistorische Art des Philosophierens, dazu geführt, dass seine oftmals subtile Auseinandersetzung mit philosophiegeschichtlichen Autoren wenig beachtet wurde. Der Band untersucht sowohl historische als auch systematische Bezüge zwischen seiner Philosophie und verschiedenen Protagonisten der Geistesgeschichte, insbesondere Platon, Aristoteles, Kant, Kierkegaard, William James, Freud, Whitehead, Spengler, Heidegger und Cavell.

Nungesser, F. (2021). Die Sozialität des Handelns. Eine Aktualisierung der pragmatistischen Sozialtheorie . Frankfurt: Campus.

  Handeln, Denken und Identität sind von Grund auf sozial. Menschliche Individuen sind motivational auf Sozialität hin ausgerichtet; ihre Identität wird in Sozialität ausgebildet und revitalisiert; ihr Handeln und Denken wird durch Sozialität strukturiert. Diese These einer konstitutiven Sozialität des Handelns findet sich im klassischen Pragmatismus konsequent ausformuliert. Frithjof Nungesser analysiert die konflikt- und folgenreichen Entstehungsbedingungen sowie die inneren Zusammenhänge und Spannungen dieser Theorieposition. Darauf aufbauend reformuliert er sie im Rückgriff auf aktuelle lebenswissenschaftliche Befunde – insbesondere aus Primatologie, Linguistik, Kultur- und Entwicklungspsychologie. So wird der Pragmatismus als eine Sozialtheorie sichtbar, die Evolution, Handeln und kulturelle Entwicklung in nicht-reduktionistischer, innovativer und empirisch haltbarer Weise verknüpft.

Review

Müller, M. (2021). Rorty lesen. Heidelberg: Springer.

  Das essential bietet eine systematische Anleitung für eine fruchtbare Rorty-Lektüre. Zugleich stellt es eine kurze Einführung in die Grundzüge von Richard Rortys Neopragmatismus dar. Der Autor schlägt vor, ihn als fragile Balance von Pragmatismus und Romantik zu lesen, mit der Rorty unser Selbstbild ändern will. Außerdem erläutert er diesen transformativen Anspruch anhand einer Skizze von „Kontinenz, Ironie und Solidarität“ und der utopischen Figur der liberalen Ironikerin. Das essential schließt mit einem Hinweis auf Rortys bisher verkannte ethisch-politische Motivation und mit dem methodischen Vorschlag für das Weiterlesen seiner Texte: Man muss die pragmatistische Methode auf ihn selbst anwenden.

Leypoldt, G. & Berg, M. (Eds.) (2021). Authority and Trust in US Culture and Society. Interdisciplinary Approaches and Perspectives. Bielefeld: transcript.

  In the past two decades, a discourse of crisis has emerged about the democratic institutions and political culture of the US: many structures of authority which people had more or less taken for granted are facing a massive public loss of trust. This volume takes an interdisciplinary and historical look at the transformations of authority and trust in the United States. The contributors examine government institutions, political parties, urban neighborhoods, scientific experts, international leadership, religious communities, and literary production. Exploring the nexus between authority and trust is crucial to understand the loss of legitimacy experienced by political, social, and cultural institutions not only in the United States but in Western democracies at large.

Festl, M. (Ed.) (2021). Handbuch Liberalismus. Stuttgart: J.B. Metzler.

  Keine Denkungsart kann es in Sachen Wandlungsfähigkeit mit dem Liberalismus aufnehmen. Ohne diese Eigenschaft wäre dieser kaum über Jahrhunderte hinweg einflussreich geblieben. Folglich sollte man den Liberalismus – allen Unkenrufen zum Trotz – auch heute nicht unterschätzen. Das Handbuch fragt, wie sich der Liberalismus wieder neu erfinden muss, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, und welche Werte dabei nicht verhandelbar sind. Auf dem Weg dorthin werden klassische Vertreterinnen und Vertreter sowie historische Ereignisse vorgestellt, in denen der Liberalismus eine wichtige Rolle gespielt hat, Konkurrenten und Varianten des Liberalismus besprochen sowie „über den Westen hinaus“ geschaut.

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