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Wille, K. (2018). Die Praxis des Unterscheidens. Historische und systematische Perspektiven. Freiburg: Herder.

Im 20. Jahrhundert sind Zweifel an normativ hoch aufgeladenen Unterscheidungen aufgekommen, wie zwischen Mensch und Tier oder zwischen Frau und Mann, und dies hat die Dringlichkeit gesteigert, nicht nur über bestimmte Unterscheidungen zu streiten, sondern sich auf die Arten und Weisen unseres Unterscheidens selbst zu richten. Unsere Praxis des Unterscheidens lässt sich nicht als ganze überblicken, sondern nur exemplarisch an bestimmten Unterscheidungsvollzügen reflektieren. Dies geschieht in der vorliegenden Studie am Beispiel der Unterscheidung zwischen Wunsch und Wille. Diese Unterscheidung betrifft unser Selbstverständnis als Handelnde und sie verweist auf die Erfahrung der Diskrepanz zwischen dem, was wir uns vornehmen und gerne tun würden, und dem, was wir tatsächlich tun. Das Ziel der exemplarischen Unterscheidungsstudie im ersten Teil wie der methodischen Grundlegung im zweiten Teil liegt darin, einen Grundriss spezifischer, inhaltsgesättigter und systematischer Unterscheidungsforschung zu entwerfen. Votiert wird in Auseinandersetzung mit Platon und Hegel für eine dynamische Weise dialektischen Unterscheidens.

Abbt, C. & Festl, M. & Hügli, A. & Friedrich, J. (Ed.) (2018). Studia Philosophica Vol. 77. Politik, Schauspiel, Philosophie. Eine Auseinandersetzung mit Denis Diderots Paradox über den Schauspieler. Basel: Schwabe.

Dieser Band rückt Diderots 1830 posthum veröffentlichte Schrift Paradox über den Schauspieler ins Zentrum. Darin beschreibt Diderot die Schauspielkunst als eine radikal rationale. Der kompetente Schauspieler fühlt sich nicht in die Figuren ein, sondern er beobachtet sie genau und ahmt präzise nach, was er zu spielen hat. In Bezug auf Aufmerksamkeit, Fantasie und Urteilskraft ist der Schauspieler anderen Menschen weit überlegen. Er begreift das Andere, was er zu verkörpern hat, so ausgezeichnet, weil er auf der Bühne in bemerkenswerter Weise Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin, die Annäherung an das Andere und gleichzeitig höchste Distanz dazu verbindet. Diderot fasst diese widersprüchliche Haltung des Schauspielenden nicht nur als eine künstlerisch interessante auf, sondern auch als eine sozial und politisch relevante. Wie ist das zu verstehen? Muss der häufig vor allem unter ästhetischen Gesichtspunkten diskutierte Text von Diderot darüber hinaus auch politisch gelesen werden? Welches Verständnis von Macht, Authentizität, Gedächtnis, Körper, Manipulation, Demokratie, Solidarität, Freiheit oder Selbstverwirklichung wird da­rin vorgeschlagen, und welche Implikationen hat das für aktuelle demokratietheoretische Debatten? Neun Autorinnen und Autoren gehen diesen Fragen nach und stellen ihre kritischen Diderot-­Lektüren zur Diskussion..

Volbers, J. (2018). Die Vernunft der Erfahrung. Eine pragmatistische Kritik der Rationalität. Hamburg: Meiner.

Die moderne Philosophie steht im Schatten des Skeptizismus: Alle Wissensansprüche scheinen fallibel, alle Theorien nur vorläufig, alle Gewissheiten nur temporär zu sein. In dieser gespannten Situation ist die Versuchung groß, das Wesen des vernünftigen Denkens in der Form zu suchen. Vernunft gilt dann als ein Vermögen allgemeiner Art, das bei wechselnden Inhalten seine kritische Kompetenz bewahrt. Doch solche Formalismen müssen scheitern: Wer Erfahrung nur als „Wahrnehmung“ oder „Gehalt“ adressiert, übergeht die dynamische und überschreitende Natur alles Erfahrens, ohne die Denken und Wissen nicht zu haben sind. Der Autor zeigt in dieser Studie, dass der Pragmatismus von Peirce und Dewey als eine Philosophie der Erfahrung gelesen werden muss, die eine effektive Kritik der formalen Vernunft formuliert. Dabei bettet er diese Philosophie in den weiteren Kontext der philosophischen Diskussion des 20. Jahrhunderts ein, in dem der Logische Empirismus und die postanalytische Philosophie auf die dynamische Natur des Wissens reflektieren. Die Frage nach der Erfahrung, so zeigt sich, ist selbst eine Reflexion auf die geschichtliche Erfahrung einer kontingenten Moderne.

Festl, M. (Hg.) (2018). Handbuch Pragmatismus.  Stuttgart: J.B. Metzler.

Das Handbuch bietet einen umfassenden und verlässlichen Überblick über die Philosophie des Pragmatismus. Als eine jeglichem Dogmatismus feindlich gegenüberstehende Denkhaltung kann man den Pragmatismus als besonders geeignet ansehen, einen philosophischen Beitrag zur Lösung vielschichtiger Probleme der globalisierten Welt zu leisten.

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Festl, M. & Schweighauser, P. (Ed.) (2018). Literatur und Politische Philosophie. Subjektivität, Fremdheit, Demokratie. Leiden: Wilhelm Fink.

Die Demokratie lebt nicht nur vom Zusammenhalt. Um zu gedeihen, braucht sie auch Subjektivität und Fremdheit. Dieser Leitgedanke, diskutiert u. a. anhand der Flüchtlingskrise, liegt dem Band zugrunde.
Gezeigt wird insbesondere, dass er zu einem in der Politischen Philosophie stark unterschätztem Grade gilt. Weil die Literatur reich an Querköpfen und Fremdlingen ist, bekamen alle Beiträger den Auftrag, an die Literatur anzuschließen. So werden hier Werke von Dostojewski über Beckett bis hin zu Franzen, Erpenbeck u.v.a. – zum Teil erstmals – in Dialog mit der Politischen Philosophie gebracht. Damit gelingt es dem Band, den Austausch zwischen Literatur und Philosophie neu zu befruchten.
Zwölf Beitragende, unter ihnen Martha C. Nussbaum und Winfried Fluck, zeigen, wie dringend Demokratien Querköpfe und Außenseiter brauchen.

Dietz, H. & Nungesser, F. & Pettenkofer, A. (Ed.) (2017). Pragmatismus und Theorien sozialer Praktiken. Vom Nutzen einer Theoriedifferenz. Frankfurt: Campus

Die Körperlichkeit des Handelns, die soziale Herstellung handelnder „Subjekte „, die Unzulänglichkeit von Theorien rationalen Entscheidens: Diesen Problemen widmen sich pragmatistische Theorien wie auch Theorien sozialer Praktiken. Trotzdem standen sich diese Positionen lange indifferent bis feindselig gegenüber. Eine wirkliche Debatte über ihre oft sehr unterschiedlichen Problemlösungen kommt erst seit Kurzem in Gang. Der Band führt diese Debatte erstmals systematisch. Dabei zielt er nicht nur auf einen Theorievergleich, sondern auch darauf, Antworten aus beiden Diskussionssträngen sozialtheoretisch weiterzuentwickeln.
Frega, R. (Ed.) (2017). John Dewey’s Social and Political Philosophy after the China Lectures, Transactions of the C. S. Peirce Society, 53, 1.

Filipovic, A. & Finkelde, D. & Reder, M. & Wallacher, J. (Ed.) (2017). Yearbook Practical Philosophy in a Global Perspective. Focus: Exploring Pragmatist Options. Freiburg: Herder.

Der philosophische Pragmatismus erfreut sich seit einiger Zeit größerer Aufmerksamkeit. Es ist eine Vielzahl an pragmatistischen Forschungsfeldern entstanden, die so gut wie jede philosophische Subdisziplin tangieren. Für diesen Band wurden vorrangig Arbeiten ausgewählt, die dezidiert den Mehrwert des Pragmatismus für Fragen der Praktischen Philosophie untersuchen.

Hampe, M. (Ed.) (2017). John Dewey. Erfahrung und Natur. Berlin: de Gruyter.

Metaphysik und Pragmatismus scheinen sich seit den Arbeiten von Richard Rorty auszuschließen. Deweys „Erfahrung und Natur“ ist der Versuch eines der bedeutendsten Pragmatisten, eine naturalistische und humanistische Metaphysik zu entwickeln, indem er die klassische europäische Metaphysik transformiert und ihr ihre Fixierung auf ewige Notwendigkeiten und absolute Gewissheiten austreibt. Er versucht, eine Metaphysik für eine in seinen Augen „gemischte“ Welt zu schreiben, in der es Zufall und Notwendigkeit, Gefahren und Ungewissheiten, aber auch für bestimmte Zeiträume verlässliche Ordnungen gibt.

Jung, M. (2017). Symbolische Verkörperung. Die Lebendigkeit des Sinns. Tübingen: Mohr-Siebeck.

Alle geistigen Prozesse entwickeln sich in der Interaktion lebendiger Organismen mit ihrer Umwelt – und doch verfügen wir über ein Bewusstsein, das alle konkreten Situationen übersteigen kann. Matthias Jung untersucht, wie diese unauflösbare Spannung die Begründungen prägt, die Menschen für ihr Handeln entwickeln.
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Langner-Pitschmann, A. (2017). Religiosität als Qualität des Säkularen
Die Religionstheorie John Deweys
. Tübingen: Mohr-Siebeck.

Im Diskurs über die legitime Rolle der Religion in der demokratischen Ö.entlichkeit wird
vielfach unterstellt, religiöse und säkulare Denkformen ließen sich anhand ihrer
metaphysischen Vorannahmen einschlägig gegeneinander abgrenzen. Das dabei angewandte
Kriterium – die Frage, inwieweit eine transzendente Realität vorausgesetzt wird – wird dabei
oftmals zugleich als Indiz der Inkompatibilität des religiösen und des säkularen Denkens
gedeutet.
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Deuser, H. & Joas, H. & Jung, M. & Schlette, M. (Ed.) (2016). The Varieties of Transcendence. Pragmatism and the Theory of Religion. New York: Fordham University Press.

The Varieties of Transcendence traces American pragmatist thought on religion and its relevance for theorizing religion today. The volume establishes pragmatist concepts of religious individualization as powerful alternatives to the more common secularization discourse. In stressing the importance of Josiah Royce’s work, it emphasizes religious individualism’s compatibility with community. At the same time, by covering all of the major classical pragmatist theories of religion, it shows their kinship and common focus on the interrelation between the challenges of contingency and the semiotic significance of transcendence.

Hampe, M. (Ed.) (2016). Die Lehren der Philosophie – Eine Kritik. Berlin: Suhrkamp.

Was will die Philosophie? Michael Hampe stellt fest: Sie will belehren und erziehen. Zu diesem Zweck stellt sie Behauptungen auf. Doch was ist das eigentlich für ein Vorhaben – andere belehren? Und hat nicht schon Sokrates dieses Projekt in Frage gestellt? Hampe untersucht das komplizierte Verhältnis von Philosophie, Erziehung und Erzählung und entwickelt eine sokratisch inspirierte Kritik philosophischer Lehren. Die Lehren der Philosophie, nun erweitert um kritische Kommentare renommierter Philosophinnen und Philosophen sowie eine Replik des Autors, ist Einführung, Kritik und Utopie in einem. Es zeigt, wie und warum die Philosophie zu dem geworden ist, was sie heute ist: ein zahnloser Tiger im Dschungel der Welt. Und was sie (wieder) sein könnte: ein besonderer Ort des Nachdenkens über das menschliche Leben.

Petzer, T. & Steiner, S. (Ed.) (2016). Synergie. Kultur- und Wissensgeschichte einer Denkfigur. Paderborn: Fink.

Synergie ist ein Schlüsselbegriff in Wissenschaft und Gesellschaft. Wie wird er historisch und gegenwärtig verwendet? Was zeichnet ihn als produktives Paradigma in interdisziplinären Forschungs- und Praxisfeldern aus?
Als Modell einer holistischen Beschreibung der Wirklichkeit macht die synergetische Perspektive die aristotelische Einsicht fruchtbar, dass das Ganze mehr ist als bloß die Summe seiner Teile. Allgemeine Theorien des Zusammenwirkens (synérgeia) nehmen hier ihren Ausgangspunkt. Mit Blick auf kooperative Interaktionen und dynamische Strukturbildungen in Natur, Kunst und Gesellschaft untersuchen die Beiträge philosophie-, wissenschafts- und kulturgeschichtliche Konstellationen, in denen Synergie-Konzepte besondere Konjunktur haben, und fragen nach dem Zukunftspotenzial dieser transdisziplinären Denkfigur.
Viola, T. & Gronda, R. (Ed.) (2016). Pragmatism and the Writing of History, Special Issue, European Journal of Pragmatism and American Philosophy, VIII/2.

Festl, M. (2015). Gerechtigkeit als historischer Experimentalismus: Gerechtigkeitstheorie nach der pragmatistischen Wende der Erkenntnistheorie. Paderborn: Konstanz University Press.

Rawls´ Theorie der Gerechtigkeit von 1971 begründete die Disziplin Gerechtigkeitstheorie in ihrer heutigen Form und löste einen bis weit in die 1980er Jahre andauernden Boom an Neugründungen konkurrierender Ansätze aus. Mittlerweile stagniert dieses Feld der Philosophie jedoch in einem selbstgenügsamen Gleichgewicht zwischen neokantianischen und neoaristotelischen Ansätzen. Theoretisch-begriffliche Innovationen sind zur Rarität geworden. Die Anwendung vorhandener Theorie scheint das Gebot der Stunde.
Michael Festls Studie entwirft dagegen einen neuen Ansatz der Gerechtigkeitstheorie. Sie argumentiert, dass die in der Erkenntnistheorie zu verzeichnende pragmatistische Wende, welche hier weiter als üblich gefasst wird und neben Sellars, Brandom und Davidson auch James, Mead und Joas integriert, der Gerechtigkeitstheorie das Rüstzeug für einen neuen Ansatz liefert, auf welches in den jüngsten Werken von Amartya Sen und Axel Honneth teilweise schon zurückgegriffen wird. Gerechtigkeit wird von Festl als »historischer Experimentalismus« verstanden, welcher sich aus vier Elementen zusammensetzt: einer kreativen Demokratie, einem historischen Experimentalismus im engeren Sinne, einer instrumentalistischen Bereichsethik und einer progressiv-versöhnlichen Erinnerungskultur. Diese Elemente bilden die Grundlagen von nichts Geringerem als einer Neubegründung der Gerechtigkeitstheorie mit ideengeschichtlicher Tiefe und systematischer Tragweite.

Frega, R. (Ed.) (2015). Le pragmatisme comme philosophie sociale et politique,. Bordeaux: Au bord de l’eau .

Cet ouvrage présente, pour la première fois au lecteur français, une série de textes clefs de la philosophie sociale et politique dans la tradition pragmatiste. Ces textes permettent de parcourir l’ensemble du XXe siècle pour ainsi montrer la continuité des enjeux abordés par le pragmatisme ainsi que sa capacité à se renouveler à travers la confrontation avec les défis majeurs du contemporain.
Frega, R. et al. (Ed.) (2015). Pragmatisme et sciences sociales: explorations, enquêtes, expérimentations. SociologieS, Février 2015.

Frega, R. & Gonzales, P. & Stavo-Debauges, J. (Ed.) (2015). Quel âge pos-séculier? Religions, sciences, démocraties. Paris: EHESS.

Ces dernières années, un débat sur la place de la religion dans les démocraties libérales s’est engagé dans le monde intellectuel. Si certains ont parlé d’un Âge séculier et d’autres d’une « société post-séculière », c’est parfois la dynamique même de sécularisation de l’espace public qui semble avoir été remise en cause. Plus profondément, ce sont les rapports entre religions, sciences et démocraties qui ont été questionnés.

Honnacker, A. (2015). Post-säkularer Liberalismus: Perspektiven auf Religion und Öffentlichkeit im Anschluss an William James. Baden-Baden: Nomos.

Wie ist mit religiösen Stimmen im öffentlichen Diskurs umzugehen? In einer post-säkularen Gesellschaft muss diese Frage neu verhandelt werden. Ausgehend vom pluralistischen Pragmatismus von William James entwickelt die Arbeit von A. Honnacker Perspektiven für eine liberale Demokratie und deren Aushandlungsprozesse.

Hügli, A. & Friedrich, J. & Festl, M. & Grosser, F. & Thomä, D. (Ed.) (2015). Studia
Philosophica, Vol. 74/2015 : Über Kritik und Krise
. Basel: Schwabe.

Das Wort ‘Krise’ ist in den letzten Jahren zum Schlagwort geworden: Im Politischen spricht man von Krisen der Repräsentation, des Nationalstaates, ja der Demokratie überhaupt; im Bereich des Sozialen von Krisen des Bildungssystems oder der Familie; man konstatiert eine Krise der Umwelt oder der Kunst, und im Feld der Wirtschaft schließlich scheint ‘Krise’ mittlerweile einen Normalzustand zu benennen. Etymologisch betrachtet ist jede krísis ein Punkt, an dem die Dinge eine entscheidende Wendung nehmen – zum Guten oder zum Schlechten. Jede Krise ruft darum nach einer Entscheidung, und die – wie man nicht erst seit Reinhart Kosellecks Kritik und Krise (1954/1959) weiß – ist nicht zu haben ohne Kritik als Kunst der Unterscheidung. In diesem Band werden die Theorien der Krise selbst zum Thema. Es geht um ein Verständnis der Begriffe ‘Krise’ und ‘Kritik’ sowie um ihnen verwandte Konzepte wie Reform und Revolution, Tradition und Restauration, Dekadenz und Katastrophe. Die systematischen Überlegungen verbinden sich mit philosophischen Fallstudien zu politischen, ökonomischen, sozialen, ökologischen, wissenschaftlichen oder ästhetischen Krisen. Ziel der Autorinnen und Autoren ist es, auf der Folie gegenwärtiger Phänomene und Entwicklungen das Verhältnis von Krise und Kritik neu zu bestimmen.
Pape, H. (Ed.) (2015). Journal Phänomenologie: Peirce und die Phänomenologie, 44.

Alkemeyer T. & Schürmann, V. & Volbers, J. (Ed.) (2015). Praxis denken. Konzepte und Kritik. Wiesbaden: Springer VS.

Der Begriff der Praxis hat Konjunktur in den Sozialwissenschaften und Kulturtheorien. Doch bietet er mehr als nur eine Kritik des Subjekts im Namen von Körper, Materialität und Performativität? Themen wie Ethik, Sprache und Reflexivität werden fallen gelassen oder nur als Beobachtungsobjekte gesehen. Die Praxistheorie kann so ihren eigenen kritischen Anspruch nicht verteidigen. Der Band zeigt, wie anstößig und fruchtbar Praxistheorie dagegen sein kann, wenn es die Themen der Tradition neu zu denken versucht, anstatt sie nur zurückzuweisen.

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Frega, R. (2014). Les sources sociales de la normativité. Paris: Vrin.

Qu’est-ce que la rationalité pratique? Et quel rôle joue-t-elle dans les pratiques normatives qui structurent notre vie sociale et politique? Roberto Frega propose dans cet ouvrage une réflexion pragmatique sur les différentes manières de penser le rapport entre rationalité et vie sociale et politique. Il le fait à partir d’une conception de la rationalité comme institution sociale, dont il retrace la généalogie au sein de la philosophie politique angloaméricaine contemporaine. Cette réflexion autour des sources communes de la rationalité et de la normativité ré-ouvre le débat sur le rapport complexe entre formes de rationalité et formes politiques. Refusant l’opposition stérile entre conceptions critiques et justificatives de la rationalité politique, le livre suggère une possibilité nouvelle, celle d’une conception expressive et pragmatique de notre rapport à la raison, dont l’oeuvre de Charles Taylor, Stanley Cavell ou Alasdair MacIntyre nous indique la voie.

Jung, M. (2014). Gewöhnliche Erfahrung. Tübingen: Mohr-Siebeck.

Allein indem wir handeln, machen wir Erfahrungen. Kognitive, affektive und willentliche Bestandteile lassen sich dabei so wenig trennen wie Körper und Geist. Solche gewöhnliche Erfahrung ist grundlegend für unser Weltverhältnis. Matthias Jung untersucht ihre innere Struktur und behandelt ihr Verhältnis zu Wissen, Werten und Weltanschauungen.
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Reder, M. (2014). Religion in säkularer Gesellschaft. Über die neue Aufmerksamkeit für Religion in der politischen Philosophie. Freiburg: Herder.

Religionen spielen nach wie vor eine wichtige Rolle in demokratischen Gesellschaften. Jürgen Habermas spricht deshalb von der ›postsäkularen Gesellschaft‹. Viele weitere Philosophen der Gegenwart (Jacques Derrida, Richard Rorty, MichaelWalzer) prägen mit Habermas zusammen diesen gegenwärtigen philosophischen Diskurs über Religion in der politischen Philosophie. Dieser Diskurs wird in seinen Strukturen und Argumenten in dem vorliegenden Band analysiert und kritisch diskutiert. Kernfragen des Autors sind, wie Religion und ihre gesellschaftliche Funktion philosophisch verstanden werden kann, was die zentralen Problemstellen des Diskurses über Religion in der politischen Philosophie sind und wie diese mit Blick auf frühere Konzeptionen (Friedrich Schleiermacher oder John Dewey) konstruktiv weitergedacht werden können. Aus der Beschäftigung mit der Religion werden abschließend Schlussfolgerungen für die Debatte über Demokratie gezogen. Die praktische Philosophie kann damit sowohl zur Reflexion der gesellschaftlichen Bedeutung von Religion als auch zur Klärung der Frage, wie Demokratie angesichts pluraler weltanschaulicher Konstellationen heute verstanden werden kann, wichtige Beiträge leisten.

Müller, M. (2014). Private Romantik, öffentlicher Pragmatismus? Richard Rortys transformative Neubeschreibung des Liberalismus. Bielefeld: Transcript.

Was ist der politische cash value von Richard Rortys Neopragmatismus? Dieses Buch wendet die pragmatische Methode auf Rortys Denken selbst an und fragt u.a.: Ist die Figur der liberalen Ironikerin, die eine pragmatisch-kommunitaristische Verabschiedung des Begründungsproblems verkörpert, überzeugend?
In dieser ersten umfassenden deutschsprachigen Monografie zu Rortys Neopragmatismus rekonstruiert Martin Müller dessen Neubeschreibung des Liberalismus als spannungsreiche Verbindung von Romantik und Pragmatismus und arbeitet im Vergleich vor allem mit Habermas, Rawls und Walzer seinen – ethisch motivierten – transformativen Charakter heraus.
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Hartmann, M. & Willaschek, M. & Liptow, J. (Ed.) (2013). Die Gegenwart des Pragmatismus. Berlin: Suhrkamp.

Als William James im Jahre 1907 sein Buch Pragmatism veröffentlichte, ahnte er nicht, dass er am Anfang einer philosophischen Bewegung stand, die zu einer der mächtigsten Denkrichtungen des 20. Jahrhunderts avancierte, deren Einfluss bis heute ungebrochen ist. Aber welche Rolle können pragmatistische »Denkweisen« in der Gegenwartsphilosophie tatsächlich spielen? Der Band gibt Einblick in eine der lebendigsten Diskussionen zeitgenössischer Philosophie und versammelt Aufsätze international renommierter Forscherinnen und Forscher aus den Feldern der Politischen Philosophie, der Erkenntnistheorie sowie der Sprach- und Religionsphilosophie.

Steiner, S. (2013). Weimar in Amerika. Leo Strauss‘ Politische Philosophie . Tübingen: Mohr-Siebeck.

Stephan Steiner macht in dieser historisch-biographischen Studie die Konstellationen, Kontexte und Genese von Leo Strauss‘ Politischer Philosophie sichtbar. Im Zentrum steht dabei die Rekonstruktion jener Transfergeschichte, die im 20. Jahrhundert eine spezifisch deutsche Kritik der Moderne von Weimar nach Amerika brachte.
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Frega, R. (2013). Practice, Judgment, and the Challenge of Moral and Political Disagreement. A Pragmatist Account. Lanham: Lexington.

The book offers an account of moral and political disagreement, explaining its nature and showing how we should deal with it. In so doing it strikes a middle path between troublesome dualisms such as those of realism and relativism, rationality and imagination, power and justification. To do so, the book draws on the resources of the pragmatist tradition, claiming that this tradition offers solutions that have for the most part been neglected by the contemporary debate. To prove this claim, the book provides a large account of debates within this tradition and engages its best solutions with contemporary philosophical theories such as perfectionism, critical theory, moral realism, and liberalism. The question of the nature of disagreement is addressed both at the general theoretical level and more specifically with reference to moral and political forms of disagreement. At the more general level, the book proposes a theory of practical rationality based upon the notion of rationality as inquiry. At the second, more specific, level, it aims to show that this conception can solve timely problems that relates to the nature of moral and political reasoning.
Nungesser, F. & Ofner, F. (Ed.) (2013). Potentiale einer pragmatistischen Sozialtheorie. Beiträge anlässlich des 150. Geburtstags von George Herbert Mead, Sonderband der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie (ÖZS). Wiesbaden: Springer VS.
da Silva, F. & Frega, R. (Ed.) (2012). Pragmatism and the Social Sciences: a Century of influences and interactions, vol. 2, The European Journal of Pragmatism and American Philosophy, 1.

Krämer, F. & Pape, H. (Ed.) (2010). William James. Der Sinn des Lebens. Darmstad: WBG.

 In den hier versammelten Texten (teilweise zum ersten Mal ins Deutsche übertragen) geht William James verschiedenen Aspekten des Themas »Lebenssinn« nach. So stellt er u.a. die Frage, was menschliches Leben sinnvoll erscheinen lässt oder wie die Ethik zu einem sinnvollen Leben beitragen kann. Ethische Haltungen etwa können nur wirksam sein, wenn Menschen frei sind, sie zu befolgen, und wenn sie für ihr Wollen verantwortlich sind. In »Der Wille« spürt James den verschiedenen Bedeutungen nach, welche der Wille und seine Freiheit haben können. Eine Grenze menschlichen Lebenssinns ziehen Tod und Endlichkeit des Lebens. Doch ist damit zugleich der unüberschreitbare Rahmen für den menschlichen Geist festgelegt? In »Menschliche Unsterblichkeit« wirft James die auch heute noch wissenschaftlich nicht entscheidbare Frage auf, ob Geist unabhängig von Gehirnprozessen existieren kann.

Zoll, P.  (2010). Ethik ohne Letztbegründung? Zu den nicht-fundamentalistischen Ansätzen von Alasdair MacIntyre und Jeffrey Stout . Würzburg: Königshausen & Neumann

Dieses Buch stellt mit Alasdair MacIntyres After virtue und Jeffrey Stouts Ethics after Babel zwei grundlegende Werke der anglo-amerikanischen Moralphilosophie vor. Beide Autoren behaupten, dass wir moralische Konfl ikte nicht lösen können, weil unsere liberale Gesellschaft von einem Ethikmodell ausgeht, das auf falschen erkenntnistheoretischen Voraussetzungen fußt. Der Fehler eines liberalen Ethikansatzes liegt ihrer Ansicht nach darin, dass er versucht, diese Konfl ikte durch eine Letztbegründung ethischer Prinzipien zu lösen. Im Gegensatz zu einem solchen „fundamentalistischen“ Modell der Ethikbegründung argumentieren Stout und MacIntyre, dass die Rechtfertigung von Normen vom jeweiligen sozialen und kulturellen Kontext abhängig ist. Sie weisen nach, dass dies aber nicht zu einem umfassenden Relativismus führen muss. Während MacIntyre davon ausgeht, dass eine derartige „nicht-fundamentalistische“ Ethikbegründung einen gleichzeitigen Bruch mit dem Liberalismus erfordert, zeigt Stout hingegen, dass eine kontextualistische Neubegründung der Moral gelingen kann, wenn man den Liberalismus selbst als moralische Tradition reinterpretiert. Nach einer Kritik an den „nicht-fundamentalistischen“ Ansätzen MacIntyres und Stouts wird am Ende des Buches dargestellt, dass sich ihre Schwächen durch eine Kombination korrigieren lassen.

Hampe, M. (Ed.) (2009). Allgemeine Zeitschrift für Philosophie: Schwerpunktheft John Dewey. Stuttgart: Frommann-Holzboog.

Alfred North Whitehead erklärte die Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum ›Zeitalter John Deweys‹. Mit seiner naturalistischen Metaphysik, Ästhetik, Wissenschaftstheorie, Theorie der Öffentlichkeit, Ethik, Religionsphilosophie und Pädagogik übte der in breiten Schichten wahrgenommene Intellektuelle einen enormen Einfluss nicht nur auf das amerikanische Denken aus. In einer Zeit der spezialisierten akademischen Philosophie, die nur schwer den Weg in die Öffentlichkeit findet und sich kaum noch umfassende Entwürfe zutraut, ist zu seinem 150. Geburtstag an Dewey als einen Philosophen zu erinnern, der ausgehend von einem weiten Begriff der Erfahrung das ganze Feld der Philosophie abgeschritten hat und als ein politischer und moralischer Kopf viele Debatten in der Öffentlichkeit anstieß.

Jung, M. (2009). Der bewusste Ausdruck. Anthropologie der Artikulation. Berlin: de Gruyter.

Menschen sind artikulierende Wesen: Unsere Lebensform ist davon bestimmt auszudrücken, was sich uns im Erleben und Verhalten als bedeutungsvoll aufdrängt. In diesem Buch geht es darum, aus dieser Einsicht eine integrative Anthropologie zu entwickeln, die sowohl der Einzigartigkeit unserer Lebensform als auch dem evolutionären Zusammenhang gerecht wird, in dem wir stehen. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für das Verständnis von Körperlichkeit, Handeln, Sprache, Bewusstsein und Moral.

Hetzel, A. & Kertscher, J. & Rölli, M. (2008). Pragmatismus. Philosophie der Zukunft?. Weilerswist: Velbrück

Von klassischen Positionen des Pragmatismus ausgehend, suchen sie nach Wegen, das Feld des Praktischen unter Vermeidung subjekt- und handlungstheoretischer Vokabulare zu beschreiben. Praxis erscheint dann nicht länger als abhängig von und bedingt durch die mental verankerten Intentionen eines Subjekts. Ein so detranszendentalisiertes Modell von Praxis bringt diese in die Nähe von Begriffen wie Wirksamkeit, Prozess, Dispositiv und Ereignis. Die Frage nach der Freiheit verschiebt sich in dieser Perspektive zur Frage nach Kontingenz, Diskontinuität und Neuheit; Subjekte sind dann dem Strom des Bewusstseins, der Kette der Zeichen und der Abfolge von Ereignissen nicht in einem transzendentalen Sinne vorgeordnet, sondern jeweils in sie eingeschrieben.

Salaverría, H. (2007). Spielräume des Selbst. Pragmatismus und kreatives Handeln. Berlin: Akademie Verlag

Wie kann das Selbst Spielräume kreativen Handelns entwickeln? In der Tradition der Philosophie des Pragmatismus schlägt die Autorin vor, dabei vom Alltagsdenken, von der Gewohnheit, von den Zweifeln des je besonderen Standpunktes auszugehen. Mehr noch, das Selbst kann sich sogar erst in der Berücksichtigung des Alltäglichen, des Common Sense, kritisch verorten. Überzeugungen sind nicht nur Einstellungen, sondern werden auch handelnd in Gewohnheiten verkörpert. Zu fragen ist daher nicht, was der Körper ist, sondern vielmehr, was der Leibkörper tut. Kreativität und Gewohnheit schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Spielräume eröffnen sich in der Erkundung des naheliegenden Unbekannten, nicht im Erträumen unerreichbarer Ideale. Durch den Zweifel gewinnt das scheinbar Selbstverständliche des Alltäglichen Kontur. Wichtig für die Entfaltung von Handlungsspielräumen ist zudem die Kultivierung des Gemeinsinns, des Sensus Communis: eine zwanglos-ästhetische Übereinstimmung mit Anderen, in denen die Orte des Selbst nicht verloren gehen, sondern für Andere exemplarisch werden können.

Hampe, M. (2006). Erkenntnis und Praxis – Zur Philosophie des Pragmatismus. Berlin: Suhrkamp.

Welche Relevanz hat Philosophie für das Leben? Mit seiner Forderung, dass jede begriffliche Unterscheidung auf eine Differenz im menschlichen Wahrnehmen und Handeln bezogen sein solle, hat der Pragmatismus wie kaum eine andere philosophische Strömung diese Frage ernst genommen. Als kritische Philosophie muss sich der Pragmatismus gleichwohl und gleichermaßen von Terminologien der Wissenschaften und von Alltagsüberzeugungen distanzieren können. Doch in welcher Sprache ist eine Kritik szientistischen und alltäglichen Denkens zu formulieren? Dies ist nur einer fremden Sprache möglich. Die Neopragmatisten haben spekulative Aspekte fremder philosophischer Sprechweisen ausgeblendet und dadurch das kritische Potential dieses Denkens vernachlässigt. Die in diesem Band versammelten Abhandlungen, die das ganze Spektrum pragmatistischen Denkens abdecken, sollen nicht zuletzt dieser einseitigen Rezeption des Pragmatismus entgegenwirken.
Krämer, F. (2006). Erfahrungsvielfalt und Wirklichkeit. Zu William James’ Realitätsverständnis . Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Pape, H. (2004). Demokratie als Erfahrung: Peirce. Zur Einführung. Wiesbaden: Westdt.-Verl.

Diese Einführung rekonstruiert die Philosophie Charles Sanders Peirces‘ (1839-1914) anhand des systematischen Zusammenhangs seines Denkens. Als Leitfaden dient dabei die These, dass Geist ein Prozess ist, der durch seine mathematischen und logischen Eigenschaften auch Wirklichkeit schlechthin charakterisiert: Peirce ist ein objektiver Idealist, der Logik realistisch interpretiert. Als logischer Prozess ist Geist über seine relationalen Eigenschaften fassbar. Daraus entwickelt sich die relationenlogische Auffassung der Erkenntnis: Die Ordnung des Relationalen begründet Erfahrung. Der Pragmatismus erweist sich als Methodologie und die Semiotik als Darstellungstheorie, in die sich die These vom Geist als logischem Prozess umsetzen.

Hartmann, M. (2003). Die Kreativität der Gewohnheit: Grundzüge einer pragmatistischen Demokratietheorie. Frankfurt am Main: Campus Verlag.

Basierend auf den Grundgedanken des Pragmatismus, insbesondere John Deweys, werden die Bedingungen demokratischen Handelns untersucht. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Kategorien wie Gewohnheit, Erfahrung und Vertrauen. Ziel ist es, durch eine psychologisch reichhaltigere Beschreibung demokratischer Akteure und ihrer Handlungsbedingungen die Verengung der Demokratietheorie auf den Aspekt des Diskurses zu überwinden.

Jörke, D. (2003). Demokratie als Erfahrung: John Dewey und die politische Philosophie der Gegenwart. Wiesbaden: Westdt.-Verl.

Im Zentrum des Buches von Dirk Jörke steht der enge Zusammenhang von Philosophie und Demokratie bei John Dewey. Der Autor skizziert dabei zwei zentrale Thesen. Die erste These besagt, dass sich dann eine neue und bessere Lesart des Gesamtwerkes von Dewey ergibt, wenn man den Begriff der ‚Erfahrung‘ in das Zentrum der Werkinterpretation stellt. Die zweite These knüpft hieran an und demonstriert die besondere Produktivität dieser Lesart für die demokratietheoretische Diskussion. In Auseinandersetzung mit den Hauptsträngen der gegenwärtigen politischen Theorie wie Liberalismus, Kommunitarismus und deliberative Demokratie wird die Aktualität und partielle Überlegenheit von Deweys Demokratietheorie aufgezeigt
Pape, H. (Ed.) (2002). C.S. Peirce. Das Denken und die Logik des Universums. Frankfurt: Suhrkamp.
Pape, H. (2002). Der dramatische Reichtum der konkreten Welt. Der Ursprung des Pragmatismus im Denken von William James und Charles S. Peirce, Weilerswist: Velbrück 2002.
Pape, H. (Ed.) (1998). Deutschen Zeitschrift für Philosophie: Schwerpunktheft. Die Einheit von Pragmatismus und Metaphysik: Die Philosophie von Charles S. Peirce. Berlin: de Gruyter

Pape, H. (Ed.) (1994). Kreativität und Logik. C.S. Peirce und das Problem einer Philosophie des Neuen, Frankfurt: Suhrkamp.

In Peirces logischem Idealismus ist Kreativität Ausdruck der höchsten, integrativen Funktion geistiger Aktivität, die deren logische Seite allererst wirksam werden läßt. Am Anfang des Bandes steht ein ausführlicher, in das Thema einführender Essay des Herausgebers, der den Zusammenhang zwischen den behandelten Problemen der Kreativität, Emergenz und Logik herstellt, Voraussetzungen der Beiträge darlegt und systematische Perspektiven aufweist. In sechzehn Beiträgen zur Logik, Wissenschafts- und Bewußtseinstheorie wird dann das Spannungsverhältnis zwischen der Erfahrung spontaner kreativer Prozesse und der planvollen Konstruktion formaler Systeme der Logik und Semiotik erörtert. Dabei erfahren die weithin unverstandenen formallogischen Bereiche der Peirceschen Philosophie den größten Zugewinn an Aufklärung.

Kloessel, C. & Pape, H. (Ed.) (1986-1993). Charles S. Peirce: Semiotische Schriften, Band 1-3, Frankfurt: Suhrkamp.

Mit dieser dreibändigen Taschenbuchausgabe werden die maßgeblichen Texte eines Klassikers der Zeichentheorie neu zugänglich gemacht. Die von Charles Sanders Peirce entwickelte philosophische Semiotik tritt nicht nur an die Stelle der Erkenntnistheorie; sie bildet vielmehr die Grundlage eines philosophischen Systems, das eine umfassende Synthese der großen philosophischen Traditionen der Antike, des Mittelalters, des deutschen Idealismus und der Logik in einer Theorie aller Darstellungsformen unternimmt. Die dreibändige Ausgabe der Semiotischen Schriften bietet einen Überblick über die gesamte Entwicklung der Peirceschen Semiotik von 1859 bis 1912.

Pape, H. (1989). Erfahrung und Wirklichkeit als Zeichenprozeß. Charles S. Peirces Entwurf einer spekulativen Grammatik des Seins, Frankfurt: Suhrkamp

Der Argumentationsweg dieses Buches führt den Leser zunächst zu den Ursprüngen der Peirceschen Philosophie, die in einem Umbau von Kants »Kritik der reinen Vernunft« zu einer »Semiotik der reinen Vernunft« gefunden werden, die ohne eine transzendentales Subjekt, das der Vernunft vorausliegt, auskommen kann. Durch den Dschungel der nur schwer zugänglichen, weitgehend unpublizierten Schriften von Peirce und seine Ansätze zu Verbindung von Ontologie und Semiotik in einer Theorie der Erfahrung führt der Weg zu einer allgemeinen Theorie der Zeichenprozesse, die an die Stelle der Erkenntnistheorie treten soll. Die Fähigkeit zur Interpretation des einzelnen, situierten Zeichen, so zeigt dieser erste Teil, ist die Erfahrung des Allgemeinen im Besonderen: Universalien sind wahrnehmbar. Mit diesem Schritt ist der Weg gebahnt für den Aufstieg in die schwierigen Höhen der späten Semiotik, der phänomenologischen Ontologie der Zeichen – der zweite Teil des Buches.

Pape, H. (Ed.) (1988). C. S. Peirce: Naturordnung und Zeichenprozeß. Schriften über Semiotik und Naturphilosophie, Frankfurt: Suhrkamp.

Charles S. Peirce (1839-1914) war der einzige Philosoph des 19. Jahrhunderts, dessen Metaphysik der Natur gleich in dreierlei Hinsicht eine radikale Neubegründung der Naturphilosophie versucht, die der vorliegende Band dokumentiert: 1. Metaphysischer Evolutionismus, 2. Objektivität des Zufalls, 3. das Semiotisch-anthropische Prinzip

Pape, H. (Ed.) (1983). C. S. Peirce: Phänomen und Logik der Zeichen, Frankfurt: Suhrkamp.

Dieser Band ist eine Übersetzung von Peirces Syllabus of Certain Topics of Logic, eines in weiten Teilen bisher auch im Englischen noch nicht veröffentlichten Manuskriptes. Der Titel Syllabus hat ausschließlich die von ihm dort als »spekulative Grammatik« oder auch »Physiologie der Formen« bezeichnete allgemeine Zeichentheorie zum Gegenstand.

 

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